Systemische Aufstellungsarbeit

Grundsätzlich meint man mit diesem Begriff jede Therapie, die den Patienten und sein Problem im gegebenen Zusammenhang betrachtet. Meistens ist dies die Familie, und hier fast immer erst mal Vater und Mutter.

Vater und Mutter sind nun mal die Personen, von denen wir geerbt haben, was uns zur Verfügung steht. Entscheidend ist wie immer, was man aus dem, was einem zur Verfügung steht, macht. Beim Kochen entstehen die interessanten Gerichte oft auch dann, wenn man nicht alles zur Verfügung hat, was man bräuchte.
Systemische Arbeit bezieht also die Gefühle und Situationen der anderen Beteiligten mit ein.

Wir haben grundsätzlich zwei Zugänge:
o Arbeit mit lebenden Stellvertretern
o Arbeit mit Stühlen (meistens drei)

Arbeit mit lebenden Stellvertretern

Vorteile: Jede Position hat eine individuelle Stimme.
Der Verlauf kann detailreicher begleitet werden.

Nachteile: Der Aufwand ist sehr groß.
Nicht immer findet sich zum benötigten Augenblick der richtige Termin.

Arbeit mit Stühlen

Vorteile: Lässt sich problemlos spontan in den Praxistermin einbauen.
Das Ergebnis bleibt überschaubar
Der Patient fühlt selbst in den verschiedenen Positionen und handelt auch selbst.

Nachteile: Die Positionen sind beschränkt auf drei bzw. zwei zusätzlich zum Patienten.
Die Wahrnehmungen gehen alle durch den Filter des Patienten.
familie beine

Vom Ergebnis her gesehen sind beide Zugänge sehr kraftvoll.
Wann immer es nötig ist, das Umfeld eines Problems in die Heilung mit einzubeziehen, sollte man systemisch arbeiten.