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Dem großen Zyklus vertrauen

Kim Fohlenstein von heil+kunst über das Thema Loslassen

Kim Fohlenstein zum aktuellen Thema Loslassen. Erschienen im Spirit Live Magazin Dezember 2015.

Kim Fohlenstein von heil+kunst über das Thema Loslassen

Etwas nicht loslassen zu können, kann sehr anstrengend sein.
Man könnte diesen Zustand vielleicht Stagnation nennen, weil der Fließrhythmus unterbrochen scheint. Man könnte ihn ebenso Widerstand nennen, weil der Weltenrhythmus unermüdlich weitergeht und sich der Mensch mit etwas bereits Geschehenem nicht im Einklang befindet. Er hält an einem Ereignis fest und versucht es nachträglich mit Gedanken und der Kraft des Widerstandes zu manipulieren.

Energiestau?

Vielleicht ist Ihnen etwas Schwieriges geschehen, durch das große Wünsche und Vertrauen auf der Strecke geblieben sind. Die Realität hat sich nicht der Wunschvorstellung untergeordnet. In diesem Moment entsteht ein Stau, der sich viele Kilometer auf der Straße des Lebens entlang ziehen kann.
Dennoch birgt er ein großes – oft lange Zeit ungenutztes – Energiepotential in sich.

Doch die Bewegung der Welt lässt überhaupt nicht beeindrucken, egal, wie der Widerstand gegen das Weltgeschehen zum Ausdruck kommen mag – sei es nun durch Wut, nicht-enden-wollende Trauer, Sehnsucht, Ohnmacht oder Beleidigt sein.
Der gutgemeinte Ratschlag: „Nun lass´ doch mal los!“ macht den Zustand oft noch schlimmer.
„Ich will ja loslassen, aber es geht einfach nicht!“ könnte hier die Antwort sein.
Warum ist Loslassen manchmal so schwer? Es klingt doch so vielversprechend leicht? Solange in dem Versuch des Loslassens eine Welle des „Weghabenwollens“ enthalten ist, funktioniert es nicht. Geschehenes kann im Grunde nur integriert werden.

Zwei Ebenen gleichzeitig

In diesem Zustand der Stagnation existieren zwei Ebenen gleichzeitig.
Die eine können wir politische Ebene nennen oder die Ebene des Wider-Streites, in der die verletzten Gefühle ihren Ausdruck finden. Auf dieser Ebene geht es meist um Recht, Unrecht und Schuld. Im allgemeinen finden die beteiligten Parteien ihre Verbündeten, die sie in ihrer Position unterstützen und bestärken.
Diese Ebene hat mit all ihren Gefühlsaudrücken ihre Berechtigung. Das Problem ist der entstehende Stau und das oft über Jahrzehnte, manchmal sogar über Generationen, gebundene Energie-Potential.
Diese Ebene ist verständlich, aber sie heilt nichts.

Der große Zyklus

Heilung wird erst mit Eintritt in die zweite Ebene möglich, die Ebene des großen Zyklus. Der große Zyklus trägt das Geschehene an seinen Platz in der Zeit, wenn der Mensch es zulässt. Dann müssen die anstrengenden Hormon- und Neurotransmitterausschüttungen der alten Zeit nicht immer wieder in der Gegenwart verstoffwechselt werden. Der große Zyklus wertet nicht – er trägt einfach. Die Kräfte sortieren sich auf dieser Ebene für uns wie von selbst.

Menschen vergessen in Schock- und Stau Momenten häufig, dass sie einfach Erdenkinder und damit so was wie Zellen eines großen Zyklus sind.
Zu große Gefühle gehören nicht in einen einzelnen Zellkörper eingesperrt, sie gehören in den Stoffwechselprozess des großen Organismus.

Menschen sind Gefäße für Gefühle

Bei guten Gefühlen wissen wir alle: sie kommen und gehen und sind nicht festzuhalten.
Bei schwierigen Gefühlen verhält es sich ganz genauso, sie kommen, um zu gehen. Genau hier hin gehört der Prozess des Loslassens. Und das Platznehmen im eigenen Körper als Erdenkind.

Es werden Hände von Mutter Erde da sein, die dich tragen, es werden die Winde von Vater Himmel deinen Geist klären.
Dem großen Zyklus zu Vertrauen ist der segensreiche Beginn der Heilung.

Die Wunden, die Wunden, wir müssen sie sehen
und tief im Innern unserer Seele verstehen.
Drum‘ lass´ sie wirken – die Heilung – auf der Seelen-Wunden-Fleck
und wünsch dir nicht nur die Symptome hinweg.
All dies ist weise und will mit uns sprechen
und wir wollen heilen und mit der Weisheit nicht brechen.
Kontakt ist hier das Zauberwort
und du erlangst die Erde als Heimat-Ort.

Kim Fohlenstein

Kim

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